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Gewächshaus Pflanzenwissen | BOMA
BOMA-Wissen für das Gärtnern im Gewächshaus.

Gewächshaus Pflanzenwissen

Aussäen, pflanzen, pflegen und ernten – mit der Natur durchs Gewächshausjahr.

Wer ein Gewächshaus hat, möchte es nutzen – möglichst vom zeitigen Frühjahr bis weit in den Herbst und Winter hinein. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt für die erste Aussaat? Welche Pflanzen fühlen sich im Gewächshaus besonders wohl? Was kann später ins Freiland? Und wie lassen sich die Beete über das ganze Jahr sinnvoll nutzen? Unser Gewächshaus Pflanzenwissen begleitet Sie praktisch durch das Gartenjahr – mit Aussaat- und Pflanzkalendern, Pflanzplänen, Pflanzenwissen zu Gemüse und Kräutern sowie Tipps zu Boden, Bewässerung, Düngung und Pflanzenpflege.

Für Einsteiger & Erfahrene Schwerpunkt kaltes Gewächshaus Praxiswissen durchs Gartenjahr Gewächshaus & Freiland gemeinsam denken
Nicht möglichst früh anfangen – sondern zum richtigen Zeitpunkt.

Unser Schwerpunkt liegt auf dem unbeheizten Gewächshaus. Licht, Nachttemperaturen, Bodentemperatur und tatsächliches Wetter entscheiden mit darüber, wann eine Kultur sinnvoll beginnt. Mit der Natur zu arbeiten ist oft erfolgreicher, als ihr Wochen voraus sein zu wollen.

BOMA-Wissen für das Gärtnern im Gewächshaus.

Was möchten Sie über Pflanzen im Gewächshaus wissen?

Sie müssen diesen Ratgeber nicht von vorne bis hinten lesen. Wählen Sie einfach das Thema, das Sie gerade beschäftigt.

📅

Durchs Gewächshausjahr

Monat für Monat: Was kann ich aussäen, pflanzen, pflegen und ernten – und wann dürfen Jungpflanzen ins Freiland?

Zum Gewächshausjahr →

Pflanzen & Pflanzpläne

Pflanzkalender, Mischkultur und Pflanzpläne von 6 bis 30 m² – vom kleinen Haushalt bis zur ambitionierten Selbstversorgung.

Pflanzpläne entdecken →

Pflanzenlexikon

Tomate, Gurke, Paprika, Salat oder Basilikum: Wissen zu Aussaat, Standort, Pflege, Ernte und passenden Nachbarn.

Pflanzen von A–Z →
👨‍🌾

Mein erstes Gewächshausjahr

Neu im Gewächshaus? Ein einfacher Jahresplan mit bewährten Kulturen führt Schritt für Schritt von der Aussaat bis zur Ernte.

Hier anfangen →
📅

Aussaat- und Pflanzkalender fürs kalte Gewächshaus

Monat für Monat sehen, wann Aussaat, warme Anzucht, Pflanzung, Gewächshauskultur, Freiland und Ernte sinnvoll sind.

Zum Aussaat- und Pflanzkalender →

Was fehlt meiner Pflanze?

Gelbe Blätter, Flecken, eingerollte Blätter oder schlechtes Wachstum: Symptome einordnen und mögliche Ursachen Schritt für Schritt prüfen.

Zum Pflanzendoktor →
Januar / Februar – ruhig beginnen

Gewächshaus kontrollieren, Boden beobachten und erste robuste Kulturen planen. Salat kann warm vorgezogen werden; ab Februar kommen Radieschen und frühe Salate dazu. Nicht vom ersten sonnigen Tag täuschen lassen.

März – erste echte Nutzung

Salat, Radieschen, Spinat und Kohlrabi nutzen das zunehmende Licht. Tomaten werden warm und hell vorgezogen. Noch nicht versuchen, das ganze Gewächshaus auf einmal zu füllen.

April – Wetter beobachten

Bei passenden Nachttemperaturen können kräftige Tomaten bereits ins Gewächshaus. Frühkulturen weiter ernten. Für Gurken, Kürbis und Zucchini ist jetzt die Zeit für die warme Anzucht.

Mai – Sommerplätze beziehen

Tomaten, Paprika, Chili, Auberginen und später Gurken einpflanzen. Nicht zu dicht setzen. Wege, Luft und Erreichbarkeit bewusst freihalten.

Juni / Juli – beobachten lernen

Gießen, anbinden, lüften und regelmäßig ernten. Nicht automatisch täglich gießen und nicht nach jedem gelben Blatt düngen. Jetzt lernen Sie, wie Ihr eigenes Gewächshaus auf Sonne, Hitze und Wasser reagiert.

August / September – zweite Saison entdecken

Frei werdende Flächen nicht leer lassen. Feldsalat, Spinat, Radieschen und Herbstsalate nutzen den Platz weiter. Das Gewächshausjahr endet nicht mit der Tomate.

Oktober bis Dezember – sauber abschließen

Abgeerntete Pflanzen entfernen, Boden beurteilen und Winterkulturen nur sparsam gießen. Notieren Sie, was gut funktioniert hat und was Sie im nächsten Jahr anders machen möchten.

Aktuell im Gewächshaus

Jetzt im Januar

Das Gewächshaus arbeitet langsam. Winterkulturen liefern noch Ernte, während die erste Anzucht vorbereitet wird.

Januar
Jetzt säen

Kopfsalat für eine frühe Kultur warm vorziehen.

Jetzt pflanzen

Nur robuste Winterkulturen nachsetzen, wenn Boden und Wetter passen.

Jetzt ernten

Feldsalat und überwinternde Salate.

Jetzt erledigen

Kondenswasser beobachten, sparsam gießen und die Sommerplanung vorbereiten.

Aktuell im Gewächshaus

Jetzt im Februar

Die ersten Kulturen starten, aber kalte Nächte bleiben das Maß der Dinge.

Februar
Jetzt säen

Radieschen direkt; Kopfsalat und Kohlrabi warm vorziehen.

Jetzt pflanzen

Kräftige Salatjungpflanzen geschützt setzen.

Jetzt ernten

Feldsalat und vorhandene Winterkulturen.

Jetzt erledigen

Vlies bereithalten, an sonnigen Tagen lüften, Beete für Frühkulturen vorbereiten.

Aktuell im Gewächshaus

Jetzt im März

Mehr Licht bringt Tempo: Frühkulturen wachsen, die warmen Sommerkulturen werden vorbereitet.

März
Jetzt säen

Salat, Radieschen und Spinat; Tomaten warm und hell vorziehen.

Jetzt pflanzen

Salat und Kohlrabi in freie Bereiche setzen.

Jetzt ernten

Frühe Radieschen, Salate und Winterreste.

Jetzt erledigen

Sommerplätze freihalten und erste Schädlinge früh kontrollieren.

Aktuell im Gewächshaus

Jetzt im April

Frühjahr und Sommerplanung treffen aufeinander. Bei passender Witterung dürfen erste Tomaten ins Haus.

April
Jetzt säen

Gurken, Kürbis und Zucchini erst jetzt warm vorziehen.

Jetzt pflanzen

Kräftige Tomaten bei geeigneter Witterung; Frühkulturen weiter nutzen.

Jetzt ernten

Salate und Radieschen laufend räumen.

Jetzt erledigen

Tagsüber lüften, Frostschutz für kalte Nächte bereithalten.

Aktuell im Gewächshaus

Jetzt im Mai

Die Sommerbelegung nimmt Form an. Jetzt entscheidet der Pflanzabstand über Licht und Luft im Hochsommer.

Mai
Jetzt säen

Kräuter nach Bedarf nachsäen; späte Freilandkulturen vorbereiten.

Jetzt pflanzen

Tomate, Paprika, Chili, Aubergine und bei warmem Boden Gurke.

Jetzt ernten

Letzte Frühkulturen, Salate und Radieschen.

Jetzt erledigen

Rankhilfen setzen, anbinden und konsequent mit der Lüftung beginnen.

Aktuell im Gewächshaus

Jetzt im Juni

Das Wachstum explodiert. Jetzt wird geführt, gegossen, kontrolliert und die erste große Ernte vorbereitet.

Juni
Jetzt säen

Kräuter und schnell wachsende Freilandkulturen gestaffelt nachsäen.

Jetzt pflanzen

Nur noch Lücken sinnvoll schließen – nicht nachträglich überfüllen.

Jetzt ernten

Salate, Kräuter und erste Sommerfrüchte.

Jetzt erledigen

Anbinden, ausgeizen, Gurken führen und Blattunterseiten kontrollieren.

Aktuell im Gewächshaus

Jetzt im Juli

Hochsommer heißt vor allem Klima führen: ernten, gezielt gießen und Hitzestau vermeiden.

Juli
Jetzt säen

Herbstkulturen gedanklich vorbereiten, Saatgut bereitlegen.

Jetzt pflanzen

Nur Ersatz- oder Nachpflanzungen, wenn wirklich Platz vorhanden ist.

Jetzt ernten

Tomaten, Gurken, Paprika, Chili, Auberginen und Kräuter.

Jetzt erledigen

Tomaten kräftig lüften; Gurken nicht in den stärksten Luftzug stellen.

Aktuell im Gewächshaus

Jetzt im August

Sommerernte und Herbstplanung laufen parallel. Frei werdende Fläche wird sofort neu gedacht.

August
Jetzt säen

Feldsalat, Spinat, Radieschen und passende Herbstsalate.

Jetzt pflanzen

Jungpflanzen für Herbstkulturen in erste freie Bereiche setzen.

Jetzt ernten

Sommergemüse und Kräuter regelmäßig und jung ernten.

Jetzt erledigen

Kranke Blätter entfernen, Licht und Luft in dichten Beständen verbessern.

Aktuell im Gewächshaus

Jetzt im September

Der Sommer ist noch nicht vorbei. Gleichzeitig beginnt der fliegende Wechsel zu Herbst- und Winterkulturen.

September
Jetzt säen

Feldsalat, Spinat, Radieschen und geeignete Herbstsalate.

Jetzt pflanzen

Jungpflanzen dort setzen, wo Sommerkulturen Platz freigeben.

Jetzt ernten

Tomaten, Paprika, Chili, Gurken und Kräuter weiter regelmäßig ernten.

Jetzt erledigen

Weiter lüften, kranke Pflanzenteile entfernen und freie Flächen sofort vorbereiten.

Aktuell im Gewächshaus

Jetzt im Oktober

Die Sommerkultur geht zu Ende, Herbstkulturen übernehmen. Hygiene und Bodenpflege werden wichtiger.

Oktober
Jetzt säen

Nur noch geeignete schnelle oder winterharte Kulturen.

Jetzt pflanzen

Herbstsalate und vorhandene Jungpflanzen in geräumte Bereiche.

Jetzt ernten

Letzte Sommerfrüchte, Salate, Radieschen und Kräuter.

Jetzt erledigen

Abgeerntete Pflanzen räumen, Rankhilfen reinigen und Boden beurteilen.

Aktuell im Gewächshaus

Jetzt im November

Wenig Licht verändert die Kultur. Gesund erhalten ist jetzt wichtiger als schnelles Wachstum.

November
Jetzt säen

Nur noch sehr gezielt – das geringe Licht begrenzt das Wachstum.

Jetzt pflanzen

Nur robuste vorhandene Jungpflanzen in passende freie Bereiche.

Jetzt ernten

Feldsalat, Spinat, Petersilie und geeignete Salate.

Jetzt erledigen

Sparsam gießen, bei Gelegenheit lüften und Feuchtigkeit kontrollieren.

Aktuell im Gewächshaus

Jetzt im Dezember

Das Gewächshaus ruht weitgehend. Beobachten, ernten und das vergangene Gartenjahr auswerten.

Dezember
Jetzt säen

In der Regel Pause – Licht und Temperatur reichen für vieles nicht sinnvoll aus.

Jetzt pflanzen

Keine Sommerkulturen; robuste Winterbestände möglichst wenig stören.

Jetzt ernten

Feldsalat und andere vorhandene Winterkulturen nach Bedarf.

Jetzt erledigen

Nach Sturm und Schnee kontrollieren und Erfahrungen fürs nächste Jahr notieren.

Einfach einsteigen

Mein erstes Gewächshausjahr

Einfach anfangen. Erfahrung kommt beim Gärtnern von ganz allein.

Ein neues Gewächshaus eröffnet viele Möglichkeiten. Gerade am Anfang können die aber auch verwirren: Wann säen? Was pflanzen? Wie oft gießen? Muss ich düngen? Wann lüften? Und was passt überhaupt zusammen?

Für Ihr erstes Gewächshausjahr brauchen Sie keinen komplizierten Anbauplan.

Beginnen Sie mit einigen Kulturen, die Ihnen Freude machen, lernen Sie Ihr Gewächshaus kennen und beobachten Sie, wie sich Temperatur, Sonne und Pflanzen im Laufe des Jahres verändern.

Das Gewächshausjahr für Anfänger und Fortgeschrittene
🌱 FrühjahrErste Salate, Radieschen und Jungpflanzen.
🍅 FrühsommerWärmeliebende Sommerkulturen ziehen ein.
☀️ SommerGießen, lüften, pflegen – und ernten.
🍂 HerbstSommerkulturen räumen und freie Flächen neu nutzen.
❄️ WinterWinterkulturen, Ruhe und Vorbereitung aufs nächste Jahr.
BOMA Praxiswissen: Lassen Sie sich im Frühjahr nicht von den ersten warmen Sonnentagen täuschen.
Ein Gewächshaus kann sich tagsüber bereits kräftig erwärmen und nachts trotzdem stark auskühlen. Entscheidend ist deshalb nicht nur das Kalenderdatum. Beobachten Sie Wetter, Nachttemperaturen und Ihre Pflanzen. Ein guter Start zum richtigen Zeitpunkt ist meist wertvoller als ein möglichst früher Start.

Ein einfacher Startplan fürs erste Jahr

1. Frühjahr nutzenMit robusten Kulturen beginnen. Je nach Witterung können im kalten Gewächshaus schon früh Salat, Kohlrabi und Radieschen interessant werden.
2. Wärme gezielt einsetzenTomaten, Paprika und Gurken brauchen für die Anzucht deutlich mehr Wärme. Dafür lieber einen kleinen Anzuchtbereich temperieren als das ganze Gewächshaus.
3. Sommer nicht überladenWenige Hauptkulturen auswählen, genügend Platz lassen und früh an Lüftung, Wasser und Rankhilfen denken.
4. Im August weiterdenkenWährend Tomaten & Co. noch tragen, bereits freie Flächen und Saaten für Herbst und Winter planen.
BOMA-Wissen für das Gärtnern im Gewächshaus.

Was möchten Sie heute im Gewächshaus tun?

Scheu verlieren – typische Fehler vermeiden

Die häufigsten Anfängerfehler im Gewächshaus

Im ersten Jahr muss nicht alles perfekt laufen. Wer ein paar typische Stolpersteine kennt, spart sich aber viel Frust.

1. Zu früh anfangenEin paar warme Märztage machen aus einem kalten Gewächshaus noch keinen Sommer. Nachttemperaturen und Licht bleiben entscheidend.
2. Zu dicht pflanzenMehr Pflanzen bedeuten nicht automatisch mehr Ertrag. Licht, Luft und Erreichbarkeit sind mindestens genauso wichtig.
3. Jeden Tag automatisch gießenNicht nach Uhr gießen. Boden, Wetter und Pflanze beobachten; maßvolle Gießpausen fördern die Durchwurzelung.
4. Zu wenig lüftenStauende Hitze und hohe Luftfeuchte fördern Stress und Krankheiten. Türen und Fenster frühzeitig öffnen.
5. Zu viel düngenÜberversorgung macht Pflanzen nicht automatisch leistungsfähiger und kann bei Blattgemüse unerwünscht hohe Nitratgehalte begünstigen.
6. Alles im Gewächshaus lassenSalat, Kohlrabi, Zucchini oder Kürbis können später draußen besser aufgehoben sein. Das Gewächshaus ist auch Kinderstube.
7. Keine Nachkultur planenWenn Tomaten & Co. gehen, muss das Beet nicht leer bleiben. Feldsalat, Spinat oder Herbstsalate können übernehmen.
8. Den Boden vergessenJahrelange intensive Nutzung braucht Bodenpflege, organische Substanz und gelegentlich eine Kontrolle der Nährstoffversorgung.
JANUAR BIS DEZEMBER

Das Gewächshausjahr für Anfänger und Fortgeschrittene

Wer sein Gewächshaus über die Sommerkultur hinaus nutzt, plant nicht nur einzelne Pflanzen, sondern freie Flächen, Folgekulturen, Klima und Boden übers ganze Jahr. Die Monatsangaben sind eine BOMA-Praxisorientierung für ein unbeheiztes Gewächshaus in Deutschland – Wetter, Region und tatsächliche Nachttemperaturen gehen immer vor.

Das Prinzip: Im Frühjahr früh nutzen, im Sommer Klima führen, im Herbst jede frei werdende Fläche neu denken und im Winter Boden, Licht und Feuchtigkeit im Blick behalten.
01
JANUAR

Ernten, kontrollieren, vorausplanen

Jetzt möglich

Feldsalat und überwinternde Salate ernten. Kopfsalat kann für eine frühe Kultur warm vorgezogen werden.

Klima

An sonnigen Tagen lüften, sobald sich viel Kondenswasser bildet. Nachts zählt Frostschutz – nicht Wachstum um jeden Preis.

Boden & Planung

Beete nur bearbeiten, wenn der Boden nicht nass und schmierig ist. Saatgut prüfen und die Sommerbelegung festlegen.

BOMA-Praxis: Im Winter ist zu viel Wasser meist gefährlicher als zu wenig. Kalter Boden trocknet langsam.

02
FEBRUAR

Die erste echte Gewächshaussaison beginnt

Säen & pflanzen

Radieschen und frühe Salate starten. Kohlrabi und Kopfsalat warm vorziehen; kräftige Salatjungpflanzen können geschützt ins Gewächshaus.

Klima

Vlies für kalte Nächte bereithalten. An sonnigen Tagen kann es unter Glas überraschend warm werden – rechtzeitig lüften.

Boden

Nur bedarfsgerecht düngen. Wer lange nicht untersucht hat, kann jetzt eine Bodenprobe einplanen.

Fortgeschrittenen-Trick: Frühkulturen so setzen, dass die späteren Tomatenplätze nicht blockiert werden.

03
MÄRZ

Vorkultur trifft Sommerplanung

Jetzt anbauen

Salat, Radieschen, Spinat und Kohlrabi nutzen das zunehmende Licht. Tomaten werden warm und hell vorgezogen.

Platzmanagement

Frühkulturen nicht dort verdichten, wo in wenigen Wochen Tomaten, Paprika oder Gurken einziehen sollen.

Kontrolle

Schnecken, erste Blattläuse und Trauermücken früh entdecken. Kleine Herde sofort mechanisch entfernen.

BOMA-Praxis: Jetzt zeigt sich der Vorteil eines Jahresplans: Jeder Salat bekommt bereits beim Pflanzen seinen späteren „Auszugstermin“.

04
APRIL

Übergang zur Sommerkultur

Sommerkulturen

Kräftige Tomaten können bei geeigneter Witterung bereits ins Gewächshaus. Gurken, Kürbis und Zucchini erst spät im Monat warm vorziehen; Gurken nicht unnötig früh anziehen.

Vorkultur ernten

Salate und Radieschen laufend räumen. Dadurch entstehen Licht und Wurzelraum für die Hauptkulturen.

Temperatur

Warme Tage und kalte Nächte liegen dicht beieinander. Lüften und Frostschutz müssen jetzt zusammen gedacht werden.

Wichtig: Eine frühe Tomatenpflanzung ist BOMA-Praxis, aber kein starres Kalenderdatum. Bei Frostgefahr schützen oder warten.

05
MAI

Das Gewächshaus wird voll

Pflanzen

Tomaten, Paprika, Chili, Auberginen und – bei ausreichend warmem Boden – Gurken beziehen ihre Sommerplätze. Kräuter füllen passende Zwischenräume.

Erziehen

Tomaten anbinden, Gurken an Rankhilfen führen. Hohe Kulturen außen, kompaktere Pflanzen näher am Weg.

Lüften

Mit steigender Sonneneinstrahlung wird Lüftung zur täglichen Kulturarbeit. Tomaten besonders luftig halten.

BOMA-Praxis: Jetzt nicht jede freie Handbreit zustellen. Luft und Zugang sind Teil des Pflanzplans.

06
JUNI

Wachstum lenken statt nur zuschauen

Pflege

Tomaten regelmäßig anbinden und je nach Kulturführung ausgeizen. Gurken führen, alte oder kranke Blätter gezielt entfernen.

Wasser & Dünger

Durchdringend und bedarfsgerecht gießen. Nicht automatisch täglich: kurze Gießpausen können die tiefere Durchwurzelung fördern.

Pflanzengesundheit

Blattunterseiten kontrollieren. Läuse, Weiße Fliege und Spinnmilben sind früh leichter zu begrenzen als nach einer Massenvermehrung.

Fortgeschritten: Pflanzen lesen: Blattfarbe, Triebabstände und Fruchtansatz sagen oft mehr als ein starrer Düngeplan.

07
JULI

Ernten, lüften, Wasser gezielt führen

Ernte

Tomaten, Gurken, Paprika, Chili, Auberginen und Kräuter regelmäßig ernten. Reife Früchte nicht unnötig lange hängen lassen.

Hitze

Frühzeitig lüften. Tomaten profitieren besonders von kräftigem Luftaustausch; Gurken mögen eine höhere Luftfeuchte und sollten nicht in den stärksten Luftzug gestellt werden.

Vorausdenken

Schon jetzt Saatgut für Herbstkulturen bereitlegen. Die ersten später frei werdenden Flächen gedanklich vergeben.

BOMA-Praxis: Hochsommerpflege bedeutet nicht „mehr von allem“ – weder Wasser noch Dünger sollten pauschal erhöht werden.

08
AUGUST

Sommer ernten, Herbst bereits säen

Nachkultur starten

Feldsalat, Spinat, Radieschen und geeignete Salate für Herbst und Winter einplanen. Nicht warten, bis das ganze Haus leer ist.

Sommerkultur

Weiter regelmäßig ernten und kranke Pflanzenteile entfernen. Übermäßige Blattmasse dort reduzieren, wo sie Luft und Licht stark behindert.

Boden

Frei werdende Stellen säubern und direkt neu nutzen. Gesunden Boden möglichst bedeckt und biologisch aktiv halten.

Fortgeschrittenen-Prinzip: Der Herbst beginnt im Gewächshaus nicht im Oktober, sondern mit der Aussaat im August.

09
SEPTEMBER

Fliegender Wechsel statt Saisonende

Säen & pflanzen

Feldsalat und Spinat nutzen frei werdende Bereiche. Radieschen und passende Herbstsalate können die Saison verlängern.

Sommerkulturen

Tomaten, Paprika und Chili weiter ausreifen lassen. Stark erschöpfte oder kranke Pflanzen lieber gezielt entfernen.

Klima

Kühlere Nächte erhöhen die Kondensationsgefahr. Morgens lüften und Blattnässe möglichst vermeiden.

BOMA-Praxis: Jetzt entscheidet Hygiene über den Herbst: abgestorbene Blätter und befallene Pflanzenteile nicht im Bestand liegen lassen.

10
OKTOBER

Letzte Früchte, erste Winterruhe

Ernten

Tomaten vor kritischen Frösten ernten und geeignete Früchte nachreifen lassen. Salate, Radieschen und Herbstkulturen weiter nutzen.

Abräumen

Abgeerntete Sommerkulturen samt krankem Pflanzenmaterial entfernen. Rankhilfen und Arbeitsbereiche reinigen.

Bodenpflege

Kompost und organische Substanz nur passend zum Bedarf einsetzen. Bodenleben fördern, aber nicht vorsorglich überdüngen.

Wichtig: „Viel hilft viel“ gilt bei der Herbstdüngung nicht. Überschüssiger Stickstoff kann problematisch sein.

11
NOVEMBER

Wenig Licht verändert die Regeln

Ernte

Feldsalat, Spinat, Petersilie und geeignete Salate können je nach Entwicklung weiter geerntet werden.

Wasser

Deutlich sparsamer gießen. Pflanzen verbrauchen bei wenig Licht und niedrigen Temperaturen wesentlich weniger Wasser.

Gesundheit

Lüften, wenn die Witterung es erlaubt. Dauerhafte Feuchtigkeit und stehende Luft begünstigen Pilzkrankheiten.

BOMA-Praxis: Im November wird nicht mehr auf maximales Wachstum gedrückt. Gesund durch die lichtarme Zeit ist das bessere Ziel.

12
DEZEMBER

Beobachten, ernten, auswerten

Winterernte

Robuste Winterkulturen nur bei Bedarf ernten und ansonsten möglichst wenig stören.

Kontrolle

Nach Sturm und Schnee Türen, Fenster und Konstruktion kontrollieren. Schnee- und Sicherheitsvorgaben des jeweiligen Gewächshauses beachten.

Nächstes Jahr

Notieren, welche Kulturen gut liefen, wo Licht fehlte, welche Mengen wirklich gebraucht wurden und welche Plätze nächstes Jahr anders belegt werden.

Fortgeschritten: Ein gutes Gartentagebuch macht den eigenen Standort mit jedem Jahr wertvoller als jede allgemeine Tabelle.

Wann ist was dran?

Aussaat-, Pflanz- und Erntekalender

Für unser Pflanzenwissen gilt: Zeitangaben sind Orientierung für das unbeheizte Gewächshaus. Region, Wetter, Sorte und tatsächliche Temperaturen haben Vorrang.

KulturVorkultur / AussaatIns kalte GewächshausSpäter ins Freiland?BOMA-Hinweis
TomateTypisch ab Mitte März warm und sehr hell vorziehen.Erst bei geeigneter, frostfreier Witterung; nicht von warmen Märztagen täuschen lassen.Ja, nach Abhärtung und bei ausreichend warmem Boden/Wetter.Keimung braucht deutlich mehr Wärme als ein kaltes Gewächshaus im März zuverlässig bietet.
PaprikaTypisch Anfang März warm vorziehen; langsame Jugendentwicklung einplanen.Wärmebedürftig – erst deutlich später als robuste Frühjahrskulturen.Ja, an warmen geschützten Standorten.Für frühe Anzucht ist ein kleiner beheizter Bereich besonders sinnvoll.
GurkeErst relativ spät vorziehen; typischerweise Ende April.Wärmebedürftig, kalte Nächte vermeiden.Je nach Gurkentyp und Standort.Zu frühe Aussaat produziert schnell große Pflanzen, bevor draußen passende Bedingungen herrschen.
KopfsalatFrühe Jungpflanzen sind möglich; im zeitigen Frühjahr ist professionelle Jungpflanzenqualität oft die einfachste Lösung.Je nach Witterung bereits früh im Jahr möglich.Ja – im Sommer ist Freiland häufig die bessere Nutzung.Ideal als Vor- und Nachkultur statt als dauerhafte Sommerbelegung.
KohlrabiFrühe Jungpflanzen benötigen eine passende Anzuchttemperatur.Je nach Witterung früh im Jahr möglich.Ja.Sehr gut geeignet, um die Zeit vor den Sommerkulturen zu nutzen.
RadieschenDirektsaat möglich.Je nach Witterung schon früh im Jahr.Auch im Freiland sehr gut.Schnelle Kultur für Frühjahr und teilweise wieder für den Herbst.
FeldsalatDirektsaat oder Jungpflanzen.Besonders interessant für Spätsommer, Herbst und Winter.Ja.Eine klassische Möglichkeit, frei werdende Flächen nach Sommerkulturen weiter zu nutzen.
SpinatDirektsaat.Vor allem für kühlere Jahreszeiten interessant.Ja.Passt besser in Vor- und Nachsaison als in die heiße Sommerphase.
Das Gewächshaus als Kinderstube

Jungpflanzen vorziehen – fürs Gewächshaus und fürs Freiland

Nicht alles, was im Gewächshaus startet, muss dort bleiben. Viele Kulturen können geschützt heranwachsen und später in den Garten umziehen.

AussaatKeimungPikierenJungpflanzeAbhärtenFreiland oder Gewächshaus

Für wärmebedürftige Aussaaten muss nicht zwangsläufig das ganze Gewächshaus beheizt werden. Oft ist es wirtschaftlicher, nur den kleinen Anzuchtbereich zu temperieren, in dem die Jungpflanzen Wärme benötigen.

Beheiztes Anzuchtgewächshaus ansehen →
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KeimenDie Keimphase ist bei wärmebedürftigen Kulturen oft der Punkt mit dem höchsten Temperaturbedarf.
LichtNach dem Auflaufen brauchen Jungpflanzen sehr viel Licht. Zu warm und zu dunkel führt zu weichem, langem Wachstum.
Pikieren & topfenSämlinge rechtzeitig vereinzeln und mit zunehmender Größe in passende Töpfe setzen.
AbhärtenVor dem Umzug nach draußen Pflanzen schrittweise an Sonne, Wind und niedrigere Temperaturen gewöhnen.
Praxisbeispiel: Salat kann im Frühjahr den geschützten Platz unter Glas nutzen und später draußen weiterkultiviert werden. Im heißen Sommer muss wertvolle Gewächshausfläche nicht mit Kulturen belegt bleiben, die im Freiland besser zurechtkommen.
Wer passt wirklich zusammen?

Mischkultur im Gewächshaus – nach Praxis statt nach Mythos

Im Gewächshaus entscheidet weniger eine vermeintliche „Freundschaft“ zwischen Pflanzen als ihre praktische Verträglichkeit: ähnliche Klimawünsche, passende Wuchshöhen, ausreichender Platz, eine sinnvolle Wasserführung und ein gesunder Boden.

1. Klima muss zusammenpassenTomate, Paprika, Chili und Aubergine mögen es warm und luftig. Gurken wachsen ebenfalls warm, vertragen aber eine gleichmäßigere Wasserversorgung und etwas höhere Luftfeuchte. Zusammen geht das – wenn das Haus gut gelüftet und zoniert wird.
2. Höhe entscheidet über LichtHohe Tomaten und Gurken gehören an Außen- oder Randbereiche. Paprika, Chili, Auberginen, Salate und Kräuter dürfen näher an Wege und niedrigere Zonen.
3. Wasser nicht für alle gleichGurke, Tomate und Paprika reagieren unterschiedlich auf Trockenphasen. Deshalb lieber gezielt im Wurzelbereich gießen, statt das ganze Beet gleichmäßig nass zu halten.
4. Bodenfamilien mitdenkenTomate, Paprika, Chili und Aubergine gehören zur gleichen Pflanzenfamilie. Sie passen klimatisch gut zusammen, belasten bei langjähriger Kultur aber ähnliche Bodenbereiche und können ähnliche bodenbürtige Probleme fördern.

Praxis-Kombinationen für das kalte Gewächshaus

Keine magische Nachbarschaftstabelle, sondern eine Planungshilfe für typische BOMA-Pflanzsituationen.

KombinationPraxisurteilWarum?Darauf achten
Tomate + Paprika/Chiligut planbarÄhnliche Wärme- und Lichtansprüche; unterschiedliche Wuchshöhen lassen sich gut staffeln.Nicht zu dicht pflanzen; gleiche Pflanzenfamilie bei Bodenpflege berücksichtigen.
Tomate + Basilikum/Kräutergut planbarKräuter nutzen kleine freie Flächen und bleiben deutlich niedriger.Kräuter nicht direkt im Schatten großer Tomaten verstecken.
Tomate + Salat (Frühjahr)sehr sinnvollSalat nutzt den Platz, bevor die Tomate groß wird.Salat rechtzeitig ernten oder ins Freiland verlagern.
Gurke + Paprikamit PlanungBeide mögen Wärme, aber die Gurke wächst stark und braucht mehr Wasser.Gurke an Rand/Rankhilfe; Paprika nicht beschatten.
Tomate + GurkemöglichIn vielen Gewächshäusern üblich, obwohl Wasser- und Luftfeuchtewünsche nicht identisch sind.Nur Querlüftung bei den Tomaten, Gurken lieben feuchte Luft, getrennte Wurzelbereiche und gezieltes Gießen helfen.
Kohlrabi/Brokkoli + Sommerkulturenals VorkulturFrühe Kohlkulturen nutzen das Frühjahr, bevor Tomate & Co. die Fläche brauchen.Nicht bis in den Hochsommer unter Glas stehen lassen, wenn draußen Platz vorhanden ist.
Feldsalat/Spinat + Sommerkulturenals NachkulturSie übernehmen frei werdende Flächen im Spätsommer und Herbst.Bei wenig Winterlicht sparsam gießen und nicht stark düngen.
BOMA-Grundsatz: Gute Mischkultur heißt im Gewächshaus vor allem: Pflanzen so kombinieren, dass sie sich nicht gegenseitig Licht, Luft, Platz und Wasser wegnehmen. Der Kalender entscheidet über den Zeitpunkt, der Pflanzplan über den Raum.
Häufige Frage: Können Tomaten und Gurken zusammen in ein Gewächshaus?

Ja. In der Praxis funktioniert das gut, wenn ausreichend gelüftet wird, beide Kulturen genug Platz bekommen und die Wasserversorgung gezielt erfolgt. Gurken dürfen etwas feuchter stehen, während Tomaten besonders von trockenem Laub und gutem Luftaustausch profitieren.

Eine Seite – fünf Größen – drei Jahreszeiten

Pflanzpläne von 6 bis 30 m²

Nicht möglichst viele Pflanzen auf möglichst wenig Fläche: Licht, Luft, Arbeitswege und der Kulturwechsel übers Jahr bestimmen den Plan. Für unsere Beispiele verwenden wir ab jetzt typische, tatsächlich häufig gekaufte Gewächshausmaße statt theoretisch quadratischer Grundflächen.

Unsere Planungsgrößen aus der Praxis: ca. 6 m² = 1,6 × 3,8 m · ca. 10 m² = 2,3 × 4,5 m · ca. 15 m² = 3,0 × 5,3 m · ca. 20 m² = 3,0 × 6,8 m · ca. 30 m² = 3,8 × 8,3 m. Die rechnerische Fläche kann deshalb etwas über der gerundeten Größenbezeichnung liegen.
Grundregeln für unsere Pflanzpläne
Nicht zu eng.
Mehr Pflanzen bedeuten nicht automatisch mehr Ertrag. Licht und Luft müssen die Kulturen erreichen.
Hauptkultur zuerst.
Tomate, Gurke & Co. bestimmen den Sommer. Frühjahrskulturen müssen rechtzeitig Platz machen.
Freiland mitdenken.
Salat, Kräuter und Jungpflanzen dürfen ausziehen, wenn sie draußen besser aufgehoben sind.

ca. 6 m² – 1,6 × 3,8 m – kompakt für Single oder Paar

Wenige lieblingskulturen statt mini-selbstversorgerhof.

Typische Grundfläche: 1,6 m Breite × 3,8 m Länge = 6,08 m²

Praxisgerechte Breitenaufteilung 1,60 m
eine Pflanzreihe
z. B. Tomaten
Mittelweg
eine Pflanzreihe
z. B. Gurke / Paprika
ca. 45–50 cm Beet · ca. 60–70 cm Weg · ca. 45–50 cm Beet

Wichtig: Bei nur 1,60 m Außenbreite planen wir bewusst nur eine Pflanzreihe je Seite. Zwei Reihen neben dem Mittelweg wären für groß werdende Sommerkulturen zu gedrängt.

Sommer-Längsplanung · 3,80 m1,60 m breit
Außenreihe A – hohe Hauptkultur
🍅 T1
🍅 T2
🍅 T3
🍅 T4
🍅 T5
Mittelweg
↔ Mittelweg ↔
Außenreihe B – Gurke außen, kompakte Kulturen ergänzen
🥒 G1
🫑 P1
🫑 P2
🫑 P3
🫑 P4
🌶️ C1
🌶️ C2
Kräuter
5 Tomaten1 Gurke4 Paprika2 Chilimehrere Kräuter
FrühjahrDie späteren Sommerplätze zunächst mit Salat, Radieschen, Kohlrabi und Anzuchttöpfen nutzen. Rechtzeitig räumen.
SommerHohe Kulturen außen, niedrigere Kulturen wegnah. Pflanzenzahl lieber etwas reduzieren, wenn Licht und Luft knapp werden.
Herbst/WinterNach dem Abräumen abschnittsweise Feldsalat, Spinat und geeignete Salate nachsetzen. Nicht auf das Ende aller Sommerkulturen warten.
FrühjahrFrühe Salate, Radieschen, Kohlrabi und Jungpflanzen nutzen Flächen, die später die Sommerkulturen benötigen.
SommerTomaten als Schwerpunkt; je nach Größe ergänzt durch Gurken, Paprika, Chili oder Auberginen. Nicht zu eng pflanzen.
Herbst/WinterFrei werdende Bereiche abschnittsweise mit Feldsalat, Spinat, Salaten und geeigneten kühlen Kulturen weiter nutzen.

ca. 10 m² – 2,3 × 4,5 m – Paar oder kleine Familie

Tomaten mit gurken oder paprika kombinieren.

Typische Grundfläche: 2,3 m Breite × 4,5 m Länge = 10,35 m²

Praxisgerechte Breitenaufteilung 2,30 m
breites Seitenbeet
Tomaten / Wechselkultur
Mittelweg
breites Seitenbeet
Gurke / Paprika
ca. 80 cm Beet · ca. 70 cm Weg · ca. 80 cm Beet

Die zusätzliche Breite nutzen wir zunächst für komfortablere Beete und Pflanzenabstände – nicht automatisch für eine zweite Reihe hoher Sommerkulturen.

Sommer-Längsplanung · 4,50 m2,30 m breit
Außenreihe A – Tomaten
🍅 T1
🍅 T2
🍅 T3
🍅 T4
🍅 T5
🍅 T6
🍅 T7
Mittelweg
↔ Mittelweg ↔
Außenreihe B – Gurke außen, kompaktere Kulturen dichter nutzen
🥒 G1
🫑 P1
🫑 P2
🫑 P3
🫑 P4
🫑 P5
🫑 P6
🫑 P7
🌶️ C1
🌶️ C2
🌶️ C3
🍆 A1
Kräuter
7 Tomaten1 Gurke7 Paprika3 Chili1 Aubergineviele Kräuter
FrühjahrDie späteren Sommerplätze zunächst mit Salat, Radieschen, Kohlrabi und Anzuchttöpfen nutzen. Rechtzeitig räumen.
SommerHohe Kulturen außen, niedrigere Kulturen wegnah. Pflanzenzahl lieber etwas reduzieren, wenn Licht und Luft knapp werden.
Herbst/WinterNach dem Abräumen abschnittsweise Feldsalat, Spinat und geeignete Salate nachsetzen. Nicht auf das Ende aller Sommerkulturen warten.
FrühjahrFrühe Salate, Radieschen, Kohlrabi und Jungpflanzen nutzen Flächen, die später die Sommerkulturen benötigen.
SommerTomaten als Schwerpunkt; je nach Größe ergänzt durch Gurken, Paprika, Chili oder Auberginen. Nicht zu eng pflanzen.
Herbst/WinterFrei werdende Bereiche abschnittsweise mit Feldsalat, Spinat, Salaten und geeigneten kühlen Kulturen weiter nutzen.

ca. 15 m² – 3,0 × 5,3 m – vielseitig für die Familie

Erste klare kulturzonen und ein flexibles wechselbeet.

Typische Grundfläche: 3,0 m Breite × 5,3 m Länge = 15,90 m²

Praxisgerechte Breitenaufteilung 3,00 m
Tomaten
Früh-/Nachkultur
Mittelweg
Paprika / Wechselkultur
Gurken
ca. 110–115 cm Beet · ca. 70–80 cm Weg · ca. 110–115 cm Beet

Bei 3,00 m Breite werden breitere Beete möglich. Zwei Reihen sind hier je nach Kultur denkbar – hohe Kulturen und niedrigere Vor-/Nachkulturen werden aber bewusst unterschiedlich angeordnet.

Sommer-Längsplanung · 5,30 m3,00 m breit
Beet A – hohe Reihe an der Außenwand
🍅 T1
🍅 T2
🍅 T3
🍅 T4
🍅 T5
🍅 T6
🍅 T7
🍅 T8
Beet A – zum Mittelweg: kompaktere Kulturen
🫑 P1
🫑 P2
🫑 P3
🫑 P4
🌶️ C1
🌶️ C2
Kräuter
Mittelweg
↔ Mittelweg ↔
Beet B – zum Mittelweg: Paprika, Auberginen, Chili & Kräuter
🫑 P5
🫑 P6
🫑 P7
🫑 P8
🍆 A1
🍆 A2
🍆 A3
🌶️ C3
🌶️ C4
Kräuter
Beet B – hohe Reihe an der Außenwand
🥒 G1
🥒 G2
🍅 T9
🍅 T10
🍅 T11
🍅 T12
🍅 T13
13 Tomaten2 Gurken8 Paprika4 Chili3 Auberginenviele Kräuter
FrühjahrDie späteren Sommerplätze zunächst mit Salat, Radieschen, Kohlrabi und Anzuchttöpfen nutzen. Rechtzeitig räumen.
SommerHohe Kulturen außen, niedrigere Kulturen wegnah. Pflanzenzahl lieber etwas reduzieren, wenn Licht und Luft knapp werden.
Herbst/WinterNach dem Abräumen abschnittsweise Feldsalat, Spinat und geeignete Salate nachsetzen. Nicht auf das Ende aller Sommerkulturen warten.
FrühjahrFrühe Salate, Radieschen, Kohlrabi und Jungpflanzen nutzen Flächen, die später die Sommerkulturen benötigen.
SommerTomaten als Schwerpunkt; je nach Größe ergänzt durch Gurken, Paprika, Chili oder Auberginen. Nicht zu eng pflanzen.
Herbst/WinterFrei werdende Bereiche abschnittsweise mit Feldsalat, Spinat, Salaten und geeigneten kühlen Kulturen weiter nutzen.

ca. 20 m² – 3,0 × 6,8 m – größere Familie und intensiver Anbau

Mehr vielfalt bei weiterhin großzügigen pflanzabständen.

Typische Grundfläche: 3,0 m Breite × 6,8 m Länge = 20,40 m²

Praxisgerechte Breitenaufteilung 3,00 m
Tomatenzone
Saisonreihe
Mittelweg
Paprika / Aubergine
Gurkenzone
ca. 110–115 cm Beet · ca. 70–80 cm Weg · ca. 110–115 cm Beet

Die größere Fläche entsteht hier durch die Länge von 6,80 m. Die Breitenlogik bleibt wie beim 3,00 × 5,30-m-Haus; mehr Ertrag entsteht durch längere Kulturreihen und zusätzliche Sätze.

Sommer-Längsplanung · 6,80 m3,00 m breit
Beet A – hohe Tomatenreihe an der Außenwand
🍅 T1
🍅 T2
🍅 T3
🍅 T4
🍅 T5
🍅 T6
🍅 T7
🍅 T8
🍅 T9
🍅 T10
🍅 T11
Beet A – zum Mittelweg: Paprika, Chili & Kräuter
🫑 P1
🫑 P2
🫑 P3
🫑 P4
🫑 P5
🌶️ C1
🌶️ C2
🌶️ C3
Kräuter
Mittelweg
↔ Mittelweg ↔
Beet B – zum Mittelweg: kompakte Sommerkulturen
🫑 P6
🫑 P7
🫑 P8
🫑 P9
🫑 P10
🍆 A1
🍆 A2
🍆 A3
🍆 A4
🌶️ C4
🌶️ C5
Kräuter
Beet B – hohe Reihe an der Außenwand
🥒 G1
🥒 G2
🍅 T12
🍅 T13
🍅 T14
🍅 T15
🍅 T16
🍅 T17
🍅 T18
🍅 T19
19 Tomaten2 Gurken10 Paprika5 Chili4 Auberginenviele Kräuter
FrühjahrDie späteren Sommerplätze zunächst mit Salat, Radieschen, Kohlrabi und Anzuchttöpfen nutzen. Rechtzeitig räumen.
SommerHohe Kulturen außen, niedrigere Kulturen wegnah. Pflanzenzahl lieber etwas reduzieren, wenn Licht und Luft knapp werden.
Herbst/WinterNach dem Abräumen abschnittsweise Feldsalat, Spinat und geeignete Salate nachsetzen. Nicht auf das Ende aller Sommerkulturen warten.
FrühjahrFrühe Salate, Radieschen, Kohlrabi und Jungpflanzen nutzen Flächen, die später die Sommerkulturen benötigen.
SommerTomaten als Schwerpunkt; je nach Größe ergänzt durch Gurken, Paprika, Chili oder Auberginen. Nicht zu eng pflanzen.
Herbst/WinterFrei werdende Bereiche abschnittsweise mit Feldsalat, Spinat, Salaten und geeigneten kühlen Kulturen weiter nutzen.

ca. 30 m² – 3,8 × 8,3 m – ambitionierte Selbstversorgung

Kulturzonen, gute wege und gestaffelte belegung.

Typische Grundfläche: 3,8 m Breite × 8,3 m Länge = 31,54 m²

Praxisgerechte Breitenaufteilung 3,80 m
Seitenbeet
Tomaten
Weg 1
Mittelbeet
Kulturzone A
Mittelbeet
Kulturzone B
Weg 2
Seitenbeet
Gurken / Paprika
z. B. ca. 75 cm Seitenbeet · 55–60 cm Weg · 95–100 cm Mittelbeet · 55–60 cm Weg · 75 cm Seitenbeet

Bei 3,80 m Breite sind zwei Wege die bessere Lösung. So entsteht ein gut erreichbares Mittelbeet plus zwei Seitenbeete. Niemand muss zum Pflegen und Ernten quer durch ein überbreites Beet greifen.

Sommer-Längsplanung · 8,30 m3,80 m breit · 3 Beete · 2 Wege
Seitenbeet A – hohe Tomatenreihe an der Außenwand
🍅 T1
🍅 T2
🍅 T3
🍅 T4
🍅 T5
🍅 T6
🍅 T7
🍅 T8
🍅 T9
🍅 T10
🍅 T11
🍅 T12
Weg 1
↔ Weg 1 ↔
Mittelbeet – Reihe 1: Paprika, Chili und Kräuter
🫑 P1
🫑 P2
🫑 P3
🫑 P4
🫑 P5
🫑 P6
🫑 P7
🫑 P8
🫑 P9
🫑 P10
🌶️ C1
🌶️ C2
🌶️ C3
Kräuter
Kräuter
Mittelbeet – Reihe 2: Paprika, Auberginen, Chili und viele Kräuter
🫑 P11
🫑 P12
🫑 P13
🫑 P14
🫑 P15
🫑 P16
🍆 A1
🍆 A2
🍆 A3
🍆 A4
🍆 A5
🍆 A6
🌶️ C4
🌶️ C5
🌶️ C6
🌶️ C7
Kräuter
Kräuter
Kräuter
Kräuter
Weg 2
↔ Weg 2 ↔
Seitenbeet B – hohe Kulturen an der Außenwand
🥒 G1
🥒 G2
🥒 G3
🍅 T13
🍅 T14
🍅 T15
🍅 T16
🍅 T17
🍅 T18
🍅 T19
🍅 T20
🍅 T21
21 Tomatenmax. 3 Gurkenca. 16 Paprikaca. 7 Chilica. 6 Auberginensehr viel Platz für viele Kräuter
FrühjahrDie späteren Sommerplätze zunächst mit Salat, Radieschen, Kohlrabi und Anzuchttöpfen nutzen. Rechtzeitig räumen.
SommerHohe Kulturen außen, niedrigere Kulturen wegnah. Pflanzenzahl lieber etwas reduzieren, wenn Licht und Luft knapp werden.
Herbst/WinterNach dem Abräumen abschnittsweise Feldsalat, Spinat und geeignete Salate nachsetzen. Nicht auf das Ende aller Sommerkulturen warten.
FrühjahrFrühe Salate, Radieschen, Kohlrabi und Jungpflanzen nutzen Flächen, die später die Sommerkulturen benötigen.
SommerTomaten als Schwerpunkt; je nach Größe ergänzt durch Gurken, Paprika, Chili oder Auberginen. Nicht zu eng pflanzen.
Herbst/WinterFrei werdende Bereiche abschnittsweise mit Feldsalat, Spinat, Salaten und geeigneten kühlen Kulturen weiter nutzen.
Pflanzdichte bewusst unterschiedlich: Tomaten und Gurken bestimmen mit ihrem starken Höhen- und Breitenwachstum die Grundstruktur. Paprika, Auberginen, Chili und viele Kräuter nutzen die verbleibenden Flächen deutlich kompakter und können deshalb in wesentlich größerer Zahl eingeplant werden. Unsere Skizzen zeigen deshalb keine gleichmäßige „Kästchenlogik“, sondern unterschiedliche Pflanzdichten je Kultur.
Das kalte Gewächshaus sinnvoll ausnutzen

Ein Beet – drei Jahreszeiten

Die wichtigste Idee hinter unserem Pflanzenwissen: Nicht jede Fläche gehört einer einzigen Kultur. Ein Platz kann im Frühjahr Salat tragen, im Sommer einer Tomate gehören und im Herbst wieder Feldsalat aufnehmen.

BOMA-Praxis: lieber passend zum Wetter als möglichst früh. Ein kaltes Gewächshaus verschafft einen Vorsprung, ersetzt aber keinen beheizten Kulturraum. Wärmeliebende Pflanzen sollen kräftig und kompakt ins Haus kommen – nicht wochenlang frierend auf ihren Sommerplatz warten.
KulturplatzFrühjahrSommerHerbst/Winter
TomatenplatzSalat, Radieschen, KohlrabiTomateFeldsalat, Spinat
GurkenplatzRadieschen, Salat, JungpflanzenGurkeFeldsalat oder Herbstsalat
Paprika-/Chiliplatzfrühe Salate, KräuteranzuchtPaprika, ChiliSpinat, Feldsalat
Freie RandflächenKräuter, Jungpflanzen fürs FreilandBasilikum und kompakte KräuterWinter- und Kräuterkulturen nach Eignung
Jungpflanzen fürs Freiland gehören ausdrücklich dazu: Das Gewächshaus ist im Frühjahr auch geschützter Zwischenstopp für Salate, Kohlrabi, Kräuter und andere Jungpflanzen, die später in den Garten umziehen. So wird die Fläche rechtzeitig für Tomate, Gurke und Paprika frei.
Säen · vorziehen · pflanzen · umziehen

Aussaat- und Pflanzkalender fürs kalte Gewächshaus

Der Kalender unterscheidet bewusst zwischen warmer Anzucht, Nutzung des kalten Gewächshauses und späterem Freiland. Die Monatsangaben sind Zeitfenster – Wetter, Region, Sorte und tatsächliche Nachttemperaturen gehen immer vor.

🔥 Warm
vorziehen

Paprika, Chili, Tomate und Gurke brauchen für die Jungpflanzenanzucht mehr Wärme, als ein kaltes Gewächshaus im zeitigen Frühjahr zuverlässig bietet.

Im Gewächshaus
bleiben

Tomate, Gurke, Paprika, Chili und Aubergine sind typische Sommer-Hauptkulturen unserer Pflanzpläne.

Gewächshaus →
Freiland

Salat, Kohlrabi und weitere Jungpflanzen können geschützt starten und später Platz für die Sommerkulturen machen.

🌱 Vor- und
Nachkultur

Radieschen, Salate, Spinat und Feldsalat nutzen Zeiträume, in denen die Hauptkultur noch nicht steht oder bereits geräumt ist.

KulturJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Paprika🔥 🔥 🔥
🌶️ Chili🔥 🔥 🔥
🍅 Tomate🔥 🔥
🥒 Gurke🔥
🍆 Aubergine🔥 🔥 🔥
Kopfsalat🔥 🔥 🌱 🌱
Kohlrabi🔥 🔥 🌱
🔴 Radieschen🌱 🌱 🌱 🌱
Spinat🌱 🌱 🌱
Feldsalat 🌱
Basilikum🔥 🔥
Petersilie🌱 🌱
Schnittlauch🌱 🌱
Dill🌱 🌱 🌱
Koriander🌱 🌱 🌱
Rosmarin
🍈 Melone🔥
🎃 Kürbis🔥
🍠 Süßkartoffel
🥒 Zucchini🔥
🥦 Brokkoli🔥 🔥 🌱
🔥 warme Anzucht🌱 Aussaat Pflanzung Kultur im Gewächshaus Freiland Ernte

Hinweis: Der Kalender ist eine BOMA-Praxisorientierung für unbeheizte Gewächshäuser in Deutschland. Er ist bewusst nicht taggenau: In einem kalten Gewächshaus entscheidet das Wetter stärker als das Kalenderdatum.

Gemüse & Kräuter auf einen Blick

Pflanzenlexikon – die wichtigsten Gewächshauskulturen

Das Lexikon wächst zu einzelnen Kulturporträts aus. Hier beginnt die schnelle Orientierung: Welche Rolle spielt eine Pflanze im kalten Gewächshaus – Hauptkultur, Vorkultur, Nachkultur oder nur zeitweiser Gast?

Sommer-Hauptkultur

🍅 Tomate

Warm und hell vorziehen. Unter Glas besonders wertvoll; großzügig pflanzen, trockenes Laub und gute Lüftung anstreben.

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Sommer-Hauptkultur

🥒 Gurke

Wärmeliebend und sehr wüchsig. In unseren Pflanzplänen bewusst nur wenige Pflanzen – oft reicht schon eine.

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Sommer-Hauptkultur

Paprika

Lange Anzucht, wärmeliebend und kompakter als Tomate oder Gurke. Deshalb in den Pflanzplänen deutlich zahlreicher.

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Sommer / Spezialkultur

🌶️ Chili

Ähnlich wie Paprika warm anziehen. Viele Sorten bleiben vergleichsweise kompakt und passen gut in kleinere freie Bereiche.

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Sommer-Hauptkultur

🍆 Aubergine

Wärmebedürftig; im geschützten Haus interessant. In größeren Häusern eine gute Ergänzung zu Tomate und Paprika.

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Frühjahr / Herbst

Kopfsalat

Ideal, um freie Gewächshausfläche vor den Sommerkulturen zu nutzen. Im Hochsommer häufig besser draußen.

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Herbst / Winter

Feldsalat

Sehr gute Nachkultur. Bei wenig Winterlicht wächst er langsam – das ist normal und kein Grund zum Überdüngen.

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Vor- / Nachkultur

Spinat

Mag kühlere Kulturphasen und passt deshalb besser in Frühjahr und Herbst als in ein heißes Sommergewächshaus.

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schnelle Vorkultur

🔴 Radieschen

Direktsaat und kurze Kulturzeit machen Radieschen zu einem hervorragenden Lückenfüller im zeitigen Frühjahr.

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Frühjahr / Freiland

Kohlrabi

Frühe Jungpflanzen können geschützten Raum nutzen. Später darf die Kultur ins Freiland weichen.

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Sommerkraut

Basilikum

Wärmeliebend und hervorragend für freie Stellen bei Paprika, Chili und anderen Sommerkulturen geeignet.

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Küchenkraut

Petersilie

Vielseitig nutzbar; im Pflanzenwissen behandeln wir Standort, Aussaat und Ernte getrennt von wärmeliebenden Kräutern.

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mehrjähriges Kraut

Schnittlauch

Robust und unkompliziert. Muss nicht dauerhaft wertvolle Sommerfläche unter Glas belegen.

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einjähriges Kraut

Dill

Schnell wachsend und gut für gestaffelte Aussaaten. Ein schönes Beispiel dafür, dass Kräuter nicht alle gleich kultiviert werden.

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Küchenkraut

Koriander

Interessant für kühlere Kulturabschnitte; bei Hitze kann die Blütenbildung schnell einsetzen.

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Frühjahr / Herbst / Freiland

🥦 Brokkoli

Brokkoli kann im Gewächshaus früh angezogen oder für eine frühe Ernte genutzt werden. Im Sommer ist er meist im Freiland besser aufgehoben und macht unter Glas Platz für wärmeliebende Hauptkulturen.

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mehrjähriges mediterranes Kraut

🌿 Rosmarin

Rosmarin liebt Sonne und Wärme, braucht aber wenig Wasser. Im Gewächshaus kann er geschützt stehen, im Sommer ist auch ein Platz draußen gut geeignet.

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wärmeliebende Spezialkultur

🍈 Melone

Melonen profitieren stark vom warmen, geschützten Gewächshaus. Sie brauchen viel Licht, Platz und eine gute Führung der Triebe.

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Jungpflanze fürs Freiland

🎃 Kürbis

Kürbis wird im Gewächshaus sinnvoll vorgezogen, wächst später aber meist besser im Freiland und gibt unter Glas wertvolle Sommerfläche frei.

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wärmeliebende Spezialkultur

🍠 Süßkartoffel

Süßkartoffeln lieben Wärme und eine lange Vegetationszeit. Das Gewächshaus kann beim frühen Wachstum helfen; später ist auch warmes Freiland geeignet.

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Jungpflanze / Freilandkultur

🥒 Zucchini

Zucchini lässt sich geschützt vorziehen, beansprucht ausgewachsen jedoch viel Platz. Im Sommer ist sie daher meist im Freiland besser aufgehoben.

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Vom Kalender zur einzelnen Pflanze

Kulturporträts – was braucht welche Pflanze?

Hier wird aus dem Pflanzenlexikon praktisches Anbauwissen. Damit die Seite trotz vieler Informationen übersichtlich bleibt, sind die Porträts einklappbar. Beim Öffnen einer Kultur schließt sich die zuvor geöffnete automatisch. Die Angaben sind auf das überwiegend unbeheizte Gewächshaus ausgerichtet.

🍅 TomateSommer-Hauptkultur
AnzuchtMitte März
Pflanzungmeist ab Mitte Mai / nach Wetter
Abstandgroßzügig; im Plan ca. 50–70 cm
ErnteSommer bis Herbst
Warum ins Gewächshaus?Tomaten profitieren vom Regenschutz und von einem warmen Standort. Im BOMA-Pflanzplan bekommen sie bewusst viel Fläche.
PflegeGleichmäßig, aber nicht oberflächlich dauernd gießen. Blätter möglichst trocken halten, anbinden und je nach Kulturform ausgeizen.
DüngungStärker zehrend. Nicht blind nachdüngen; Bodenversorgung und Pflanzenentwicklung beobachten.
Typische ProblemeKraut- und Braunfäule, Weiße Fliege, Spinnmilben sowie bodenbürtige Wurzelprobleme bei langjähriger Kultur.
BOMA-PraxisNicht im Februar aus Ungeduld säen. Kompakte Jungpflanzen sind besser als lange, weiche Pflanzen. Im festen Gewächshaus Bodenpflege ernst nehmen.
🥒 GurkeSommer-Hauptkultur
Anzuchterst Ende April
Pflanzungab Mitte Mai / warmes Wetter
Platzrankend, sehr wüchsig
BOMA-Plan1–3 Pflanzen reichen oft
Warum so wenige?Eine gesunde Gurkenpflanze kann enorm wachsen und reich tragen. Deshalb erhöhen wir ihre Zahl nicht proportional zur Gewächshausgröße.
StandortWarm, geschützt und an Rankhilfe. In unseren Plänen außen bzw. wandnah, damit der Mittelweg nicht zur grünen Schlucht wird.
PflegeRegelmäßig Wasser bereitstellen, Staunässe vermeiden und die Pflanze führen. Bei starkem Wachstum auf Luft und Licht achten.
Typische ProblemeSpinnmilben, Weiße Fliege, Mehltau und physiologische Mangelerscheinungen sind typische Gewächshausthemen.
BOMA-PraxisGurken nicht früh vorziehen: zwei bis drei Wochen Anzucht reichen häufig. Lieber eine kräftige Pflanze als mehrere zu früh gestartete.
PaprikaSommer-Hauptkultur
AnzuchtFebruar bis Anfang März
Keimungwarm, etwa 25 °C
Pflanzungetwa Mitte Mai
Abstandkompakter als Tomate
Rolle im PflanzplanPaprika nutzt die Bereiche näher am Weg deutlich besser als hohe Gurken oder Tomaten und darf deshalb in größerer Zahl vorkommen.
PflegeGleichmäßige Wasserversorgung, warm und hell. Bei der Anzucht nicht vernässen.
DüngungBedarfsgerecht; Paprika nicht automatisch wie eine maximal zehrende Tomatenkultur behandeln.
ErnteJe nach Sorte grün oder voll ausgefärbt. Ausreifen braucht Wärme und Zeit.
BOMA-PraxisFrüh warm anziehen, später aber nicht in ein noch kaltes Haus zwingen. Mit dem Wetter arbeiten.
🌶️ ChiliSommer / Spezialkultur
AnzuchtFebruar
Keimungwarm
Pflanzungnach kalten Nächten
Platzvergleichsweise kompakt
RolleChili ist ideal, um kleinere sonnige Bereiche im Sommer sinnvoll zu nutzen.
PflegeÄhnlich Paprika: hell, warm, mäßig und kontrolliert gießen.
SortenWuchs, Schärfe und Reifezeit unterscheiden sich stark – Sortenwahl ist hier besonders wichtig.
ErnteViele Sorten können über längere Zeit nach und nach geerntet werden.
BOMA-PraxisEin guter Kandidat für die beheizte kleine Anzuchtzone, statt dafür das ganze Gewächshaus zu erwärmen.
🍆 AubergineSommer-Hauptkultur
Anzuchtfrüh und warm
Pflanzungab stabil warmer Witterung
Standortsehr warm, hell
Nährstoffestark zehrend
GewächshausvorteilAuberginen profitieren in Deutschland deutlich vom geschützten, warmen Standort.
PflegeRegelmäßig mit Wasser versorgen und bei Fruchtbehang stützen; leichtes Schütteln kann die Befruchtung unterstützen.
DüngungAuberginen gehören zu den stark zehrenden Gemüsen und benötigen eine gute Nährstoffversorgung.
PlatzKompakter als rankende Gurken, aber nicht quetschen. In größeren BOMA-Plänen stehen mehrere Pflanzen in den niedrigeren Kulturzonen.
BOMA-PraxisEine sehr gute Erweiterung, sobald Tomate und Gurke nicht mehr die komplette Planung dominieren.
KopfsalatFrühjahr / Herbst / Freiland
Startfrühe Pflanzung möglich
Sommermeist besser draußen
Platzca. 30 × 30 cm als Richtwert
RolleVor- und Nachkultur
StärkeSalat macht freie Frühjahrsfläche schnell produktiv, bevor die großen Sommerkulturen einziehen.
SommerIm heißen Gewächshaus ist Salat nicht automatisch gut aufgehoben. Dann ist das Freiland häufig sinnvoller.
JungpflanzenFrühe Sätze können anspruchsvoll in der Anzucht sein; kräftige gekaufte Jungpflanzen sind eine praktische Alternative.
StaffelnNicht 30 Köpfe auf einmal. Mehrere kleine Sätze liefern länger frischen Salat.
BOMA-PraxisEin Musterbeispiel für unsere Idee: im Frühjahr unter Glas, im Sommer draußen, im Herbst wieder unter Glas.
FeldsalatHerbst / Winter
Aussaat/PflanzungSpätsommer bis Herbst
AbstandReihen etwa 10–15 cm
Wachstumbei wenig Licht langsam
Rolleklassische Nachkultur
StärkeFeldsalat übernimmt Flächen, die Tomate, Gurke oder Paprika im Herbst freigeben.
PflegeIm Winter sparsam gießen und hohe Luftfeuchte vermeiden. Langsames Wachstum bei wenig Licht ist normal.
DüngungNicht mit Stickstoff antreiben. Winterlicht begrenzt das Wachstum stärker als fehlender Dünger.
ErnteJe nach Satz über Herbst und Winter möglich.
BOMA-PraxisNicht erst anfangen, wenn die letzte Tomate geräumt ist: freie Teilflächen nach und nach übernehmen.
SpinatFrühjahr / Herbst
AussaatFrühjahr oder Spätsommer
Reihenetwa 20–25 cm
Sommerungeeignet bei Hitze
RolleVor-/Nachkultur
StärkeKurze Kultur für Zeitfenster außerhalb des heißen Sommers.
PflegeGleichmäßig feucht, aber nicht vernässt halten.
PlanungIdeal nach einer Sommerkultur oder vor spät gepflanztem Fruchtgemüse.
DüngungZurückhaltend und bedarfsgerecht; Blattgemüse kann bei hoher Stickstoffversorgung Nitrat anreichern.
BOMA-PraxisNicht versuchen, jede Kultur zwölf Monate im Gewächshaus zu halten. Spinat gehört in seine kühlen Zeitfenster.
🔴 Radieschenschnelle Vorkultur
Aussaatdirekt
Reihenca. 15 cm
in der Reiheca. 5 cm
Rolleschneller Lückenfüller
StärkeSehr kurze Kulturzeit und wenig Platzbedarf machen Radieschen ideal vor Tomate oder Gurke.
PflegeGleichmäßig feucht halten, damit die Knollen zügig wachsen.
PlanungFrüh säen und rechtzeitig ernten – die Fläche gehört später der Hauptkultur.
SommerBei großer Hitze nicht erzwingen.
BOMA-PraxisEine der einfachsten Methoden, im Frühjahr schon etwas zu ernten, ohne die Sommerplanung zu blockieren.
KohlrabiFrühjahr / später Freiland
Anzuchtfrühe Jungpflanze
PflanzungFrühjahr geschützt
UmzugFreiland sinnvoll
RolleZwischen-/Vorkultur
GewächshausrolleFrühe Kohlrabi nutzen den Schutz im Frühjahr, müssen aber nicht den ganzen Sommer wertvolle Glasfläche belegen.
AnzuchtZu kühle Jungpflanzenanzucht kann Schossen fördern; frühe Sätze brauchen daher Aufmerksamkeit.
PflegeGleichmäßig wachsen lassen; starke Trocken-/Wachstumswechsel vermeiden.
FreilandSpätere Sätze sind draußen oft bestens aufgehoben.
BOMA-PraxisGenau die Kultur, an der sich 'im Gewächshaus vorziehen – später draußen weiter' gut erklären lässt.
BasilikumSommerkraut
Anzuchtwarm
Pflanzungbei Wärme
Standorthell und geschützt
RolleSommer-Begleiter
GewächshausrolleBasilikum passt gut in warme, freie Bereiche zwischen kompakteren Sommerkulturen.
PflegeWärmebedürftig, gleichmäßig versorgen und nicht kalt-nass halten.
ErnteRegelmäßig Triebspitzen ernten fördert buschigen Wuchs.
StaffelnBei einjährigen Kräutern können mehrere Sätze sinnvoll sein.
BOMA-PraxisKräuterflächen nicht als Restfläche behandeln – sie können einen erheblichen Teil der täglichen Gewächshausernte liefern.
PetersilieKüchenkraut
AussaatFrühjahr möglich
Standorthell bis halbschattig
Kulturlänger nutzbar
RolleKraut / Randzone
GewächshausrolleKann freie Randbereiche nutzen, muss aber nicht dauerhaft im heißesten Teil des Sommerhauses stehen.
AussaatKeimt langsamer als viele andere Küchenkräuter – Geduld gehört dazu.
ErnteVon außen nach innen schneiden und Herz erhalten.
PlanungPetersilie kann länger stehen; deshalb bei der Belegung zukünftiger Hauptkulturplätze mitdenken.
BOMA-PraxisNicht jedes Kraut braucht dieselbe Wärme. Genau diese Unterschiede soll unser Kräuterlexikon sichtbar machen.
Schnittlauchmehrjähriges Kraut
Kulturmehrjährig
Standortflexibel
Erntewiederholt
RolleDauerkultur
GewächshausrolleFür frühe Ernte interessant, aber als robuste Dauerkultur oft auch außerhalb des Gewächshauses sehr gut aufgehoben.
PflegeNach der Ernte nachwachsen lassen und nicht austrocknen lassen.
PlatzDauerhafte Kräuter so setzen, dass sie spätere Beetplanung nicht unnötig blockieren.
WinterRobust und damit kein typischer Kandidat für wertvolle beheizte Fläche.
BOMA-PraxisGewächshausfläche ist kostbar: robuste Kräuter dürfen im Sommer gern draußen wohnen.
Dilleinjähriges Kraut
Aussaatdirekt, gestaffelt
Kulturkurz bis mittel
Standortsonnig
Rolleflexibler Lückenfüller
StärkeSchnell nutzbar und leicht in kleine freie Zeitfenster integrierbar.
StaffelnMehrmals kleinere Mengen säen statt einen großen Satz.
ErnteBlätter jung ernten; später auch Blüten und Samen nutzbar.
PlanungNicht dort aussäen, wo wenige Wochen später eine große Hauptkultur Platz braucht.
BOMA-PraxisEin gutes Beispiel für dynamische statt statische Beetplanung.
KorianderKüchenkraut / kühle Phase
Aussaatgestaffelt
Hitzeschosst schneller
ErnteBlatt oder Samen
RolleFrühjahr/Herbst
GewächshausrolleBesonders interessant außerhalb der größten Sommerhitze.
StaffelnMehrere kleine Aussaaten liefern länger frische Blätter.
HitzeBei Wärme geht die Pflanze schneller in Blüte – das ist biologisch normal.
NutzungBlätter und Samen sind unterschiedliche Ernteziele und können getrennt geplant werden.
BOMA-PraxisNicht gegen das Schossen kämpfen, sondern den Kulturzeitpunkt passend wählen.
Rosmarinmehrjähriges mediterranes Kraut
Kulturmehrjährig
Standortsonnig, warm, eher trocken
Wassersparsam, keine Staunässe
RolleKübel / Randbereich
GewächshausrolleRosmarin liebt Wärme, braucht aber im Sommer nicht zwingend dauerhaft wertvolle Gewächshausfläche.
PflegeDurchlässiges Substrat und zurückhaltendes Gießen sind wichtiger als viel Dünger.
ÜberwinterungJe nach Sorte und Standort kann ein geschützter Platz hilfreich sein. Kübel lassen sich flexibel stellen.
ErnteTriebspitzen und junge Zweige können laufend geerntet werden.
BOMA-PraxisEin gutes Beispiel dafür, Kräuter je nach Jahreszeit zwischen Gewächshaus und Außenbereich wandern zu lassen.
🍈 Melonewärmeliebende Spezialkultur
AnzuchtApril, warm
Pflanzungbei ausreichend Wärme
Platzrankend / raumgreifend
RolleSommer-Spezialkultur
GewächshausvorteilMelonen profitieren stark von Wärme und einem geschützten Standort.
PlatzbedarfTriebe konsequent führen; je nach Kultur können Rankhilfen die Bodenfläche entlasten.
BestäubungBlüten und Fruchtansatz beobachten; bei wenig Insekten kann Unterstützung nötig sein.
WasserGleichmäßig versorgen, Staunässe vermeiden.
BOMA-PraxisEine spannende Kultur für erfahrenere Gewächshausgärtner, aber kein Kandidat für dichtes Pflanzen.
🎃 KürbisJungpflanze fürs Freiland
AnzuchtApril
Umzugspäter ins Freiland
Platzsehr groß
RolleGewächshaus als Kinderstube
GewächshausrolleVorziehen ja – dauerhaft im Gewächshaus ist Kürbis wegen seines enormen Platzbedarfs meist wenig sinnvoll.
AnzuchtNicht unnötig früh beginnen; Kürbis wächst als Jungpflanze schnell.
FreilandNach kalten Nächten an den endgültigen sonnigen Standort setzen.
PlanungDie frei werdende Anzuchtfläche steht anschließend den Sommerkulturen zur Verfügung.
BOMA-PraxisPerfektes Beispiel für unsere zweite Gewächshausfunktion: Pflanzen vorziehen, die später draußen wachsen.
🍠 Süßkartoffelwärmeliebende Spezialkultur
StartJungpflanzen / Stecklinge
Pflanzungnach ausreichender Erwärmung
Standortwarm und sonnig
RolleFreiland oder Versuchskultur
WärmeSüßkartoffeln lieben lange warme Vegetationsperioden.
GewächshausrolleDas Haus kann beim frühen Wachstum helfen; wegen des Flächenbedarfs ist auch das warme Freiland interessant.
BodenLocker und durchlässig, damit sich Speicherwurzeln entwickeln können.
WuchsLange Triebe brauchen Platz und sollten bei der Planung nicht unterschätzt werden.
BOMA-PraxisEine schöne Kultur zum Experimentieren – eher Ergänzung als Grundausstattung des Gewächshauses.
🥒 ZucchiniJungpflanze / Freilandkultur
AnzuchtApril
Umzugnach kalten Nächten
Platzsehr breit wachsend
Rollevorziehen, später Freiland
GewächshausrolleDie geschützte Anzucht ist sinnvoll, die ausgewachsene Pflanze beansprucht unter Glas jedoch sehr viel Fläche.
AnzuchtSpät genug starten – Zucchini wachsen sehr schnell.
FreilandNach dem Abhärten an einen sonnigen, nährstoffreichen Platz setzen.
ErnteJunge Früchte regelmäßig ernten; das fördert weiteren Ansatz.
BOMA-PraxisIm normalen Gewächshaus lieber Tomaten, Paprika und Gurken den Sommerplatz geben und Zucchini draußen wachsen lassen.
🥦 BrokkoliFrühjahr / Herbst / Freiland
Anzuchtab Januar/Februar warm bzw. geschützt
Pflanzungfrüh geschützt oder später ins Freiland
Platzca. 40–50 cm
RolleFrühkultur / Freilandkultur
GewächshausrolleBrokkoli eignet sich gut für einen frühen Start unter Glas. Für die Hauptsaison ist das Freiland meist sinnvoller, weil er relativ viel Platz beansprucht.
PflegeGleichmäßig feucht halten, nährstoffreichen Boden bieten und Wachstumsstockungen vermeiden.
DüngungBrokkoli gehört zu den stärker zehrenden Kohlgewächsen und braucht eine gute Grundversorgung.
ErnteDen Haupttrieb ernten, solange die Knospen fest geschlossen sind. Viele Sorten bilden danach kleinere Seitentriebe.
Typische ProblemeKohlfliege, Kohlweißling, Blattläuse und Kohlhernie können eine Rolle spielen.
BOMA-PraxisAls frühe Kultur unter Glas interessant – im Sommer aber lieber nach draußen und den Gewächshausplatz für Tomate, Paprika & Co. freimachen.

Passende Bio-Jungpflanzen und Kräuter

Wenn Sie sich für eine Kultur entschieden haben, finden Sie bei Olerum passende Bio-Gemüsepflanzen und Bio-Kräuterpflanzen. So führt der Weg vom Pflanzenwissen direkt zur passenden Jungpflanze – erst auswählen, was zu Gewächshaus und Saison passt, dann gezielt pflanzen.

Mehr aus der Fläche machen

Das Gewächshaus richtig bepflanzen

Das Gewächshaus ist keine botanische Insel. Vor-, Haupt- und Nachkultur sowie das Freiland gehören zusammen gedacht.

Frühjahr: Salat & Radieschen Sommer: Tomaten, Gurken & Paprika Herbst/Winter: geeignete Nachkulturen

Mischkultur, Fruchtfolge, Pflanzabstände, Lichtbedarf und die Kombination von Gewächshaus und Freiland werden hier miteinander verknüpft.

Mischkultur: lieber planen als Pflanzenfreundschaften versprechen.
Viele angeblich gute oder schlechte Nachbarschaften sind nur schwach oder widersprüchlich belegt. Unsere Pflanzpläne gewichten deshalb zuerst Platzbedarf, Wuchshöhe, Licht, Wasser, Nährstoffbedarf, Standzeit und Pflege.
Nicht das ganze Gewächshaus heizen

Anzucht: Wärme dort einsetzen, wo sie gebraucht wird

Bei einem überwiegend kalten Gewächshaus ist die beheizte Anzucht ein eigener kleiner Klimabereich. Das spart Energie und erlaubt trotzdem die für Keimung und Jungpflanzen nötigen Temperaturen.

Paprika & Chili

Lange Anzuchtzeit und hoher Wärmebedarf bei der Keimung. Diese Kulturen dürfen früher starten als Tomaten – aber hell und kontrolliert.

Tomaten

Nicht zu früh säen. Eine kompakte, kräftige Jungpflanze ist wertvoller als eine im Frühjahr bereits viel zu große, lichtsuchende Pflanze.

Gurken

Sehr kurze Anzuchtzeit. Hier bringt frühes Aussäen besonders wenig. Lieber später starten und zügig wachsen lassen.

Kleine warme Insel statt beheiztem Gewächshaus

Für die kostengünstige Anzucht empfehlen wir, nur den tatsächlich benötigten Bereich zu temperieren. Dafür eignen sich das beheizte Anzuchtgewächshaus und die beheizte Anzuchtstation.

Gießen · Düngen · Boden · Lüften

Pflege im kalten Gewächshaus

Gute Pflege bedeutet nicht, möglichst viel zu tun. Entscheidend ist, Wasser, Nährstoffe, Luft und Bodenleben so zu steuern, dass die Pflanzen gleichmäßig wachsen und möglichst wenig Stress haben.

Richtig gießen

Lieber durchdringend in den Wurzelraum als ständig nur die Oberfläche benetzen. Bei Tomaten und anderen krankheitsanfälligen Kulturen möglichst direkt an den Boden bzw. Pflanzenfuß gießen und die Blätter trocken halten. Nicht automatisch jeden Tag gießen: maßvolle Gießpausen können die Pflanzen dazu anregen, den Boden intensiver zu durchwurzeln. Natürlich nur so weit, dass kein deutlicher Trockenstress entsteht.

BOMA-Regel: Nicht nach Uhr gießen, sondern Boden, Pflanze und Wetter beobachten. Heiße Sonnentage verlangen etwas anderes als eine kühle, bedeckte Woche.

Bedarfsgerecht düngen

Salat, Radieschen und Feldsalat brauchen deutlich weniger Stickstoff als lange stehende Fruchtgemüse. Tomaten gehören zu den stärker zehrenden Kulturen. Eine Bodenuntersuchung verhindert Düngung nach Gefühl und zeigt, was tatsächlich fehlt. Zu hohe Stickstoffgaben können außerdem zu erhöhten Nitratgehalten in Gemüse beitragen – besonders bei nitratspeichernden Blattgemüsen und ungünstigen Lichtbedingungen.

Wichtig: Viel Dünger ist kein Turbo. Überversorgung kann Pflanzen weich, unausgeglichen und anfälliger machen.

Boden pflegen

Kompost und organische Substanz unterstützen Bodenstruktur und Bodenleben. Mulchen kann Wasserverluste reduzieren. Weil im festen Gewächshaus ein echter Standortwechsel kaum möglich ist, bekommt die langfristige Bodenpflege besonderes Gewicht. Auch bodenfördernde Mikroorganismen können sinnvoll sein – vor allem als Ergänzung zu organischer Substanz und guter Bodenpflege, nicht als Ersatz dafür. Entscheidend ist, dass die eingesetzten Produkte tatsächlich für Gartenboden bzw. Gemüsebau vorgesehen sind.

Dauerkultur im Blick: Werden Tomaten viele Jahre am gleichen Platz angebaut, können bodenbürtige Probleme zunehmen. Bodenpflege, robuste bzw. veredelte Pflanzen und gegebenenfalls Bodenaustausch sind mögliche Bausteine.

🌬️ Lüften statt Hitzestau

Das Gewächshaus soll Pflanzen schützen – nicht im Sommer zur Sauna werden. Frühzeitig Türen und Fenster öffnen, Querlüftung nutzen und feuchte, stehende Luft vermeiden. Gerade Tomaten profitieren davon, wenn ihr Laub trocken bleibt.

Praxis: An heißen Tagen ist Luftaustausch keine Nebenaufgabe, sondern eine der wichtigsten Kulturmaßnahmen. Mehr zur richtigen Gewächshaus-Lüftung im BOMA Gewächshaus-Ratgeber →
Ernten · räumen · neu starten

Ernte, Saisonwechsel und Hygiene

Ein gutes Gewächshausjahr endet nicht mit der letzten Tomate. Der Übergang zur nächsten Kultur entscheidet mit darüber, wie gesund und produktiv das Haus bleibt.

Regelmäßig und zum richtigen Zeitpunkt ernten

Viele Gemüsearten tragen besser weiter, wenn reife Früchte laufend geerntet werden. Zucchini jung pflücken, Gurken nicht überständig werden lassen und Tomaten je nach Sorte vollreif oder zum Nachreifen ernten.

Nachreifen statt zu früh entsorgen

Wenn im Herbst Kälte droht, können ausgereifte, aber noch nicht vollständig gefärbte Tomaten häufig im Haus nachreifen. Kranke oder faulende Früchte gehören dagegen nicht in die Lagerung.

Pflanzenreste konsequent entfernen

Kranke Blätter, faulende Früchte und stark befallene Pflanzenreste nicht im Gewächshaus liegen lassen. Sauberes Arbeiten reduziert den Infektionsdruck für die nächste Kultur.

Nach der Hauptsaison sauber neu starten

Rankhilfen, Schnüre, Töpfe und Werkzeuge kontrollieren und bei Bedarf reinigen. Beete lockern, organische Substanz einarbeiten und freie Flächen für Herbst- oder Winterkulturen vorbereiten.

Freie Fläche sofort weiterdenken

Nicht warten, bis das komplette Haus leer ist. Frei werdende Teilflächen können schon früher mit Feldsalat, Spinat oder geeigneten Salaten neu belegt werden.

Symptom sehen · Ursache eingrenzen · richtig reagieren

Was fehlt meiner Pflanze?

Ein Symptom ist noch keine Diagnose. Gelbe Blätter, Flecken oder eingerollte Blätter können mehrere Ursachen haben. Deshalb zuerst Wasser, Licht, Temperatur, Nährstoffe und Schädlinge prüfen – und erst danach handeln.

So gehen Sie vor:1. Welche Pflanze ist betroffen?2. Wo tritt das Symptom auf?3. Ist eine Pflanze oder der ganze Bestand betroffen?4. Was hat sich zuletzt verändert?

Gelbe Blätter

Mögliche Ursachen: Wasserstress, Stickstoffmangel, Wurzelschäden, kalter Boden oder natürliche Alterung.

Prüfen: Bodenfeuchte, Blattalter und Muster der Vergilbung.

Braune Blattränder

Mögliche Ursachen: Trockenstress, Salz-/Düngerschaden, starke Hitze oder gestörte Wasseraufnahme.

Prüfen: Wurzelraum, letzte Düngung und Gießrhythmus.

Blütenendfäule

Mögliche Ursache: gestörte Calciumversorgung der Frucht, häufig durch ungleichmäßige Wasserversorgung.

Prüfen: starke Wechsel zwischen trocken und nass vermeiden.

Eingerollte Blätter

Mögliche Ursachen: Hitze, Trockenstress, starke Sonne, Wurzelschäden oder physiologische Blattrollung.

Prüfen: Temperatur, Lüftung und Wasserversorgung.

Weißer Belag

Mögliche Ursache: Echter Mehltau, besonders bei Gurken und Zucchini.

Prüfen: Blattoberseite, Ausbreitung und Kulturführung.

Eckige gelbe Flecken

Mögliche Ursache: bei Gurken kann Falscher Mehltau eine Ursache sein.

Prüfen: Blattunterseite, Luftfeuchte und Lüftung.

Feines Gespinst

Mögliche Ursache: Spinnmilben, oft bei warm-trockenen Bedingungen.

Prüfen: Blattunterseiten auf helle Sprenkel und winzige Tiere.

Kleine weiße Fliegen

Mögliche Ursache: Weiße Fliege.

Prüfen: Blattunterseiten, Honigtau und auffliegende Tiere; Gelbtafeln zur Befallskontrolle nutzen.

Kaum Wachstum

Mögliche Ursachen: kalter Boden, wenig Licht, Wurzelschaden, Nährstoffungleichgewicht oder zu früher Pflanztermin.

Prüfen: Nicht reflexartig nachdüngen.

Viele Blüten, wenig Früchte

Mögliche Ursachen: Hitze, schlechte Bestäubung, Wassermangel oder ungünstige Kulturbedingungen.

Prüfen: Bestäubung, Temperatur und Wasserversorgung.

Junge Blätter auffällig hell

Mögliche Ursachen: Spurennährstoffmangel, hoher pH-Wert oder Wurzelschaden.

Prüfen: pH-Wert und Bodenversorgung statt nur mehr Dünger.

Welke trotz feuchtem Boden

Mögliche Ursachen: Wurzelschäden, Staunässe, kalter Boden oder Wurzelkrankheiten.

Prüfen: Wurzelraum und Drainage; zusätzliches Gießen kann schaden.

Trauermücken

Erkennen: Kleine dunkle Mücken laufen oder fliegen dicht über feuchter Erde; die Larven leben im Substrat.

Vorbeugen und handeln: Oberfläche zwischen den Wassergaben abtrocknen lassen, Staunässe vermeiden und Gelbtafeln zur Befallskontrolle nutzen. Bei Jungpflanzen früh reagieren.

Blattläuse

Erkennen: Kolonien sitzen häufig an jungen Trieben und Blattunterseiten; eingerollte Blätter und klebriger Honigtau sind typische Hinweise.

Vorbeugen und handeln: Erste Nester mit der Hand entfernen oder mit Wasser abstreifen. Pflanzen regelmäßig kontrollieren und Nützlinge schonen.

Raupen

Erkennen: Fraßlöcher, angefressene Blattränder und Kotkrümel weisen auf Raupen hin; besonders Kohlgewächse kontrollieren.

Vorbeugen und handeln: Blattunterseiten und Pflanzenherzen absuchen, Eier und junge Raupen frühzeitig von Hand entfernen. Türen und Lüftungen können bei Bedarf mit geeigneten Kulturschutznetzen gesichert werden.

BOMA-Hinweis: Pflanzen stärken statt vorschnell spritzen.

Im Gewächshaus empfehlen wir, auf chemische Pflanzenschutzmittel möglichst zu verzichten. Auch unsere Großeltern gärtnerten ohne die heute verfügbaren chemischen Mittel: Entscheidend waren robuste Pflanzen, ein gesunder Boden, passende Mischkulturen, Luft, Licht und aufmerksame Pflege.

Pilzliche Krankheiten und tierische Schädlinge haben es bei vitalen Pflanzen und guten Kulturbedingungen schwerer. Ein naturnaher Kreislauf bedeutet dabei nicht, dass im Gewächshaus keine „Krabbler“ vorkommen – im Gegenteil: Viele Insekten und andere kleine Tiere sind harmlos oder nützlich. In vielfältigen, gesunden Kulturen kann sich ein einzelner Schädling oft weniger leicht massenhaft ausbreiten.

Wehret den Anfängen: Pflanzen regelmäßig ansehen. Einzelne Blattläuse, Eigelege, Raupen oder erste Befallsnester lassen sich häufig noch von Hand entfernen, bevor daraus ein größeres Problem wird. Nützlinge dabei unbedingt schonen.

Mehr herausholen – nicht einfach mehr hineinpflanzen

Ideen für Fortgeschrittene

Wer sein Gewächshaus kennt, kann Erntezeit, Flächennutzung und Kulturführung deutlich verfeinern. Der nächste Schritt ist nicht maximale Pflanzendichte, sondern bessere Planung.

Gestaffelte Sätze

Salat, Radieschen, Kräuter und andere kurze Kulturen nicht alles gleichzeitig säen oder pflanzen. Kleine zeitversetzte Sätze verlängern die Ernte.

Flächen doppelt denken

Ein Tomatenplatz kann im März noch Salat tragen und nach Saisonende wieder Feldsalat aufnehmen. So wird aus einem Beet ein Jahresplatz.

Sorten vergleichen

Nicht nur Arten, sondern Sorten testen: Geschmack, Wuchs, Krankheitsrobustheit, Reifezeit und Ertrag im eigenen Gewächshaus dokumentieren.

Bewässerung automatisieren

Tropf- oder andere bodennahe Systeme können die Wasserversorgung gleichmäßiger machen und halten das Laub trocken. Trotzdem bleibt Kontrolle nötig.

Boden beobachten

Bei jahrelanger intensiver Nutzung Bodenproben einplanen. So werden pH-Wert und Nährstoffversorgung messbar statt geschätzt.

Eigenes Gewächshausbuch

Aussaat, Pflanztermin, erste Ernte, letzte Ernte, Probleme und Lieblingssorten notieren. Nach wenigen Jahren entsteht ein Kalender, der besser zum eigenen Standort passt als jede Standardtabelle.

So entsteht das Pflanzenwissen

Praxiswissen – fachlich gegengeprüft

BOMA-Erfahrung ist unser Ausgangspunkt. Kulturtermine, Pflanzabstände, Pflanzengesundheit und strittige Gartenregeln gleichen wir zusätzlich mit Gartenbau-Fachquellen ab. Dazu gehören insbesondere die Gartenakademie Rheinland-Pfalz, Hortipendium, die Bayerische Gartenakademie/LWG und weitere öffentliche Gartenbau-Beratungsstellen.

Unser Quellenprinzip: Wo Fachquellen unterschiedliche Werte nennen, machen wir daraus keine Scheingenauigkeit. Wir erklären die Bandbreite und nennen die Bedingungen – beispielsweise Sorte, Erziehungsform, Region, Gewächshausklima und Jahreszeit.
Das Wichtigste zum Mitnehmen

Mit dem Gewächshausjahr arbeiten – nicht gegen es

Ein gutes Gewächshausjahr entsteht selten durch möglichst frühes Säen oder möglichst viele Pflanzen. Entscheidend sind passende Zeitfenster, ausreichend Platz, gute Lüftung, ein gesunder Boden und die Bereitschaft, auf Wetter und Pflanzen zu reagieren.

Frühjahr
Geschützten Raum nutzen, aber wärmeliebende Kulturen nicht zu früh ins kalte Haus zwingen.
Sommer
Tomaten, Gurken, Paprika & Co. mit Licht, Luft, Wasser und Platz versorgen – nicht maximal dicht pflanzen.
Herbst & Winter
Freie Flächen weiterdenken: Feldsalat, Spinat und geeignete Salate verlängern das Gewächshausjahr.
Jedes Jahr besser
Eigene Erfahrungen notieren. Der beste Kalender ist am Ende der, der zum eigenen Standort und Gewächshaus passt.
Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Pflanzen im Gewächshaus

Was kann man in einem unbeheizten Gewächshaus anbauen?
Das hängt stark von Jahreszeit, Licht, Temperatur und Kultur ab. Dieser Ratgeber wird deshalb nach Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter unterscheiden und konkrete Kulturen jeweils mit ihren Bedingungen nennen.
Wann kann ich mit der Aussaat beginnen?
Das Kalenderdatum allein reicht nicht. Keimtemperatur, Licht und die tatsächliche Wetterlage bestimmen, ob ein früher Start sinnvoll ist. Wärmebedürftige Kulturen können gezielt in einem kleinen beheizten Anzuchtbereich vorgezogen werden.
Kann ich Jungpflanzen im Gewächshaus vorziehen und später ins Freiland setzen?
Ja. Das Gewächshaus eignet sich sehr gut als geschützter Anzuchtort. Vor dem Auspflanzen sollten die Jungpflanzen schrittweise an die Außenbedingungen gewöhnt werden.
Muss im Sommer alles im Gewächshaus bleiben?
Nein. Manche Kulturen können in bestimmten Jahreszeiten außerhalb des Gewächshauses besser aufgehoben sein. Beispielsweise kann Salat bei sommerlicher Gewächshaushitze im Freiland günstiger wachsen.
Wie bepflanze ich mein Gewächshaus sinnvoll?
Eine gute Planung berücksichtigt Pflanzabstände, Wuchshöhe, Lichtbedarf, Wasser- und Nährstoffansprüche sowie Vor-, Haupt- und Nachkultur. Dafür entstehen auf dieser Seite konkrete Pflanzpläne von 6 bis 30 m².
Wie oft sollte man im Gewächshaus gießen?
Nicht pauschal täglich. Entscheidend sind Wetter, Boden, Kultur und Entwicklungsstadium. Durchdringend gießen und zwischen den Wassergaben den Boden beobachten.
Welche Pflanzen sollte man nicht dauerhaft im Gewächshaus lassen?
Kulturen wie Zucchini, Kürbis, viele Salate oder Kohlrabi können nach der geschützten Anzucht im Freiland oft besser weiterwachsen und machen unter Glas Platz für wärmeliebende Hauptkulturen.
Wann sollte man das Gewächshaus im Herbst räumen?
Nicht nach Kalender, sondern nach Wetter und Pflanzenzustand. Gesunde Tomaten können oft lange weitertragen; kranke oder abgestorbene Pflanzen sollten dagegen zügig entfernt werden.
Kann man das Gewächshaus im Winter weiter nutzen?
Ja, mit geeigneten kühlen Kulturen wie Feldsalat oder Spinat. Das Wachstum ist wegen des geringen Lichts deutlich langsamer, deshalb zurückhaltend gießen und nicht mit Dünger antreiben.
Fachliche Grundlage dieses Ausbauschritts: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG/Bayerische Gartenakademie), Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Gartenakademie Rheinland-Pfalz und Hortipendium. Die Inhalte wurden auf den Schwerpunkt „kaltes, unbeheiztes Gewächshaus“ und die BOMA-Praxiserfahrung zugeschnitten.
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